ESPEED32 Benutzerhandbuch
Praxisleitfaden fuer den Einsatz auf der Bahn: Start, wichtige Fahrparameter, Menues und Backup/Restore.
- Firmware-Quelle: ESPEED32 (
source/ESPEED32/). - Lokale Handbuecher im Repo: Quick Start + Extended Guide (DOC-Ordner, DOCX/PDF).
- ACD-Referenz: ACD PRO Manual 11E.
- CarSteen-Referenz: CS 4.2 Owner's Guide.
Die Benutzerdokumentation auf espeed32.com zeigt immer die zuletzt veroeffentlichte Version. Die auf dem Controller gespeicherte Fassung folgt der Firmware-Version, die auf diesem Geraet tatsaechlich installiert ist, und wird zusammen mit ihr aktualisiert.
1. Schnellstart
- Controller normal einschalten.
- Encoder drehen, um durch das Menue zu navigieren.
- Kurzer Encoder-Druck: Bearbeiten starten/beenden oder Untermenue oeffnen.
- Kurzer Druck auf Bremsknopf waehrend Bearbeitung: Abbrechen (Originalwert wiederherstellen).
- Langer Encoder-Druck (~1s): Wechsel zwischen LIST und GRID (wenn Race View nicht OFF ist).
2. Start, Kalibrierung und Selbsttest
- Trigger nach Firmware-Update oder geaenderter Trigger-Mechanik neu kalibrieren.
Power ON: normaler Start, danach RUNNING-Modus.- Die Trigger-Sensorfamilie wird beim Kompilieren gewaehlt. Standard-Releases/Builds verwenden
TLE493D; Controller mitAS5600,AS5600L,MT6701oderANALOGbrauchen eine Firmware fuer diese Sensorfamilie. Encoder buttonbeim Einschalten halten: Trigger-Kalibrierung.Brake buttonbeim Einschalten halten: Self-Test (9 Schritte).
Kalibrierungsablauf
- Encoder beim Einschalten halten, bis Kalibrierungsbildschirm erscheint.
- Trigger mehrmals voll ziehen und voll loslassen.
- Einmal Encoder druecken, um zu speichern.
- Pruefen: 0% bei losgelassenem Trigger, 100% bei Vollzug.
Trigger-Mechanik
- Der Triggerweg kann mechanisch ueber die hintere Anschlagschraube angepasst werden.
- Das Rueckstellgefuehl haengt von Feder-Vorspannung / Rueckstellspannung ab; Federhalter oder Spannschieber vorsichtig justieren.
- Nach Aenderung von Triggerweg oder Rueckstellfeder, oder wenn der Controller geoeffnet wurde, den Trigger vor dem Fahren neu kalibrieren.
3. Display, Race View und ABOUT
Hier ist alles gebuendelt, was du auf dem OLED siehst: Sprache, Beschriftung, Race-Ansicht, Statuszeile und Systeminfos.
Sprache und Anzeige
DISPLAY -> LANGUAGEwaehlt zwischen lokalisierten Labels und den Namensprofilen ENG/CS/ACD.NOR/ESP/DEU/ITA/NLD/POR: lokalisierte UI mit den StandardnamenBRAKE/SENSI/ANTIS/CURVE/FADE/LIMIT.ENG: generische Namen (BRAKE/SENSI/ANTIS/CURVE/FADE/LIMIT).CS: CarSteen-Stil (ATTACK/CHOKE2/PROFIL/CHOKE1).ACD: ACD-Stil, wo es direkte Entsprechungen gibt (SENSIundCHOKEfuer LIMIT).DISPLAY -> CASEwaehlt, ob Labels inUPPERoderPascalangezeigt werden.DISPLAY -> FONT SIZEstellt die Listen- und Menueansicht aufLARGEodersmall.ANZEIGE -> ERWEITERTlegt fest, obFADE,PWM_FundBREMSE+im Hauptmenue sichtbar sind. AufAUSwerden diese Zeilen fuer ein einfacheres Menue ausgeblendet, die gespeicherten Fahrzeugwerte bleiben aber aktiv.ANZEIGE -> SCHRITTEoeffnet das Schrittweiten-Untermenu mit ANTISPIN, BRK SCHRITT und SEN SCHRITT.ANZEIGE -> SCHRITTE -> ANTISPINoeffnet das Antispin-Einstellungsmenu, in dem du die Anzeigeeinheit (MS/%/TEXT) und die Encoder-Schrittweite je Einheit festlegst.ANZEIGE -> SCHRITTE -> BRK SCHRITTlegt fest, um wie viel Prozent der Encoder BREMSE pro Klick aendert (0,1–50,0%, Standard 1,0%). Einstellbar unterEINSTELLUNGEN → ANZEIGE → SCHRITTE → BRK SCHRITT.ANZEIGE -> SCHRITTE -> SEN SCHRITTlegt die Encoder-Schrittweite fuer SENSI in 0,1%-Schritten fest (0,1–5,0%, Standard 1,0%). Einstellbar unterEINSTELLUNGEN → ANZEIGE → SCHRITTE → SEN SCHRITT.- Der Motor-PWM-Ausgang nutzt 10-Bit-Duty-Aufloesung, sodass 0,1%-Schritte fuer BREMSE/SENSI in der Regelung und PWM-Umrechnung erhalten bleiben.
Race View (LIST vs GRID)
- LIST klassische Menueansicht.
- GRID schnelle Rennansicht fuer On-Track Anpassungen.
DISPLAY -> RACE MODE: OFF / FULL / SIMPLE.- FULL: BRAKE, SENSI, ANTIS, CURVE (+ CAR wenn
RACESWPON). - SIMPLE: BRAKE, SENSI (+ CAR wenn
RACESWPON). - Langer Encoder-Druck wechselt LIST/GRID.
Statuszeile und ABOUT
STATUS BAR: 4 feste Slots. Jeder Slot kannOUT%,THRO,CAR,CURR,VOLT,VBAT,BREMSoder leer anzeigen.CURRzeigt mA unter 1000 und A darueber.VBATzeigt die Spannung der optionalen internen Batterie. Im Standard-Boardprofil nutzt diese MessungGPIO15/ ADC2, daher kann der Wert waehrend aktivem WiFi stehen bleiben.BREMSin der Statuszeile zeigt Bremsart und Wert in Echtzeit:Bxxx%= normalesBRAKE,Axxx%=Alt.Brake,Qxxx%=Rel.Brake QUICK,Dxxx%=Rel.Brake DRAG,NONE= aktuell keine Bremse aktiv. Der Code kann sich waehrend der Fahrt schnell aendern.- Wenn WiFi aktiv ist, zeigt die Statuszeile
WIFI. Zuerst wird ein freier Slot benutzt; wenn keiner frei ist, wird Slot 4 temporaer ueberschrieben. ABOUTzeigt Firmware-/Datenversion, erkannten Trigger-Sensor, Chip-Infos, Flash/Heap, MAC-Adressen und Build-Datum/-Zeit.
4. CAR-Menue und Car Params
Das CAR-Menue verwaltet die Fahrzeugprofile. Jedes Profil speichert seine eigenen Car Params, also Werte wie BRAKE, SENSI, ANTIS, CURVE, FADE, PWM_F, BREMSE+ und LIMIT. Genau diese Parametergruppe taucht spaeter auch im Advanced Config Editor wieder auf. Wenn ANZEIGE -> ERWEITERT auf AUS steht, werden FADE, PWM_F und BREMSE+ im Hauptmenue ausgeblendet, die gespeicherten Profilwerte gelten aber weiter.
SELECT: aktives Profil waehlen (0-19).RENAME: 4-Zeichen Name (ASCII 32-122). Siehe ASCII-Tabelle.RACESWP: ON erlaubt Profilwechsel direkt im GRID.COPY: von einem Profil auf ein anderes oder auf alle kopieren.RESET: alle Fahrzeugprofile zuruecksetzen (mit Bestaetigung).
5. Fahrparameter
Diese Sektion sammelt die Hauptparameter fuer das Fahrgefuehl. Die detaillierteren Erklaerungen liegen in eingeklappten Bereichen, damit sich die Sektion schneller scannen laesst.
BRAKE und BREMSE+
BRAKE
Bei komplett losgelassenem Trigger verwendet der Controller den normalen Bremswert BRAKE.
BREMSE+ im Hauptmenue oeffnet das erweiterte Brems-Untermenue. Dort findest du jetzt Alt.Brems und Rel.Brems.
Alternative Bremse (Alt.Brems)
Alt.Bremsbedeutet alternative Bremse, also ein eigener Bremswert (0-100%), keine relative Reduktion.- Er wird nur genutzt, wenn Trigger = 0 und der Bremsknopf gehalten wird.
- Wenn die Statuszeile OUTPUT anzeigt, erscheint
Bxxx%solange der Knopf gehalten wird. - Typischer Einsatz: temporaer haerteres oder weicheres Einbremsen ohne das Basis-Setup zu aendern.
- Manche Fahrer moegen
Alt.Bremsniedriger als den normalenBRAKE-Wert fuer eine weichere Tastenbremse, andere lieber hoeher fuer einen staerkeren Bremseinsatz. Das ist vor allem Geschmacks- und Fahrgefuehlssache.
Alt.Brems kann kurzzeitig weicher oder haerter als der normale BRAKE-Wert eingestellt werden, je nach Vorliebe des Fahrers.Release-Bremse (Rel.Brems)
Rel.Bremsist die Release-Bremse und hat drei Modi:OFF,QUICKundDRAG.QUICKist die alte Pre-Release-Bremszone: unterhalb der gewaehltenZonewird der Antrieb getrennt undStufeals Bremskraft genutzt.DRAGwirkt nur waehrend du den Trigger aktiv loest. Das Gas bleibt aktiv, Drag wird waehrend der Release-Bewegung hinzugemischt und fuehlt sich weicher an als QUICK.Zonewird nur vonQUICKbenutzt. In QUICK ist sie eine echte Null-Output-Zone nahe dem Loslassen des Triggers.- Darum ist es bei aktivem
QUICKnormal, einige%Tauf dem Display zu sehen, waehrend der Output bis oberhalb der gewaehlten Zone weiter auf0%bleibt. - Hauptunterschied:
QUICKist ein harter Cut innerhalb der Zone, waehrendDRAGdas Gas aktiv laesst und nur beim Loslassen Drag hinzumischt. - Typischer QUICK-Einsatz: Bahnen oder Autos, die einen klaren fruehen Bremspunkt brauchen. Beispiel:
Zone6-10% undStufe70-100% fuer eine starke, gut reproduzierbare Bremse beim Loslassen des letzten Triggerwegs. - Typischer DRAG-Einsatz: nervoese Autos, die mit QUICK zu abrupt wirken. Beispiel:
Stufe20-50% fuer sanfte Verzoegerung beim Loslassen ohne das volle Cut-to-zero-Gefuehl. QUICK Zone: 0-50%.Stufe: 0-100%.- QUICK fuer klaren fruehen Bremseinsatz. DRAG fuer sanftere Unterstuetzung beim Loslassen.
Kurzreferenz fuer das Hauptmenue
| Item | Bereich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
BRAKE | 0,0-100,0 % | 95,0 | Bremskraft bei losgelassenem Trigger. |
SENSI | 0,0-90,0 % (und <= LIMIT) | 20,0 | Minimale Motorleistung bei erster Triggerbewegung. |
ANTIS | 0-999 ms | 30 | Anti-Spin-Rampenzeit oberhalb des Low-Speed-Bypass. Hoeherer Wert = laengerer/langsamerer Leistungsaufbau. Kein reiner Trigger-Delay. Anzeigeeinheit und Encoder-Schritt werden in ANZEIGE -> SCHRITTE -> ANTISPIN eingestellt (MS / % / TEXT). |
CURVE | 10-90 % | 50 | Trigger-Kennlinie. 50 = linear. |
FADE | 0-30 % | 0 | Sanfte Startzone. 0 = aus / altes Verhalten. Oberhalb von 0 laeuft der erste Triggerweg von 0 bis SENSI hoch, bevor die normale CURVE uebernimmt. |
PWM_F | 1.0-5.0 / 10.0 / 20.0 kHz | 4.0 | PWM-Frequenz des Motors. Der Bereich folgt SETTINGS -> HARDWARE -> PWM MAX (5/10/20 kHz). |
BREMSE+ / Alt.Brems | 0-100 % | 0 | Alternativer Bremswert bei gehaltenem Bremsknopf und Trigger=0. |
BREMSE+ / Rel.Brems | OFF/QUICK(zone+stufe)/DRAG(stufe) | OFF | Bremsunterstuetzung nahe Trigger-Release. QUICK nutzt eine Null-Output-Zone; DRAG mischt Drag ohne Zone hinzu. |
LIMIT | (SENSI+5)-100 % | 100 | Maximale Motorleistung. |
STATS | - | - | Rundenzaehler, beste Runde und scrollbare Historie. Der Encoder scrollt. Kurzer Druck auf die Bremstaste beendet die Ansicht; langer Druck setzt die Stats zurueck. |
SPERRE | - | Entsperrt | Einstellungssperre umschalten. Im gesperrten Zustand sind alle Parameteränderungen blockiert — nur SPERRE selbst bleibt aktiv. Die Sperre ist temporär und wird beim Neustart zurückgesetzt. Sichtbarkeit und Tastenkürzel konfigurieren unter SETUP → SPERRE. Statusleiste zeigt SPERRE (invertiert) wenn aktiv. |
CAR | 0-19 Profile | CAR0 | Profil waehlen/verwalten. |
ANTIS in der Praxis
ANTISist kein kompletter Trigger-Delay. Das Auto soll noch reagieren, sobald du am Trigger ziehst.- Bei niedrigem Output wird Anti-Spin uebergangen. Der allererste Bereich kann sich deshalb weiter direkt anfuehlen.
- Sobald der Output hoch genug ist, begrenzt
ANTIS, wie schnell die Leistung ansteigen darf. - Hoeheres
ANTIS= laengere/langsamere Rampe vom Anti-Spin-Startpunkt in Richtung angeforderter Output. - Es wirkt nur beim steigenden Output. Trigger lupfen, rollen und bremsen bleiben direkt.
Typische Startwerte
Das sind Startpunkte, keine festen Regeln. Sie sollen dich schnell in die richtige Richtung bringen, danach nur noch einen Parameter nach dem anderen aendern.
Die passenden Werte haengen weiterhin stark vom konkreten Auto, Motor, Reifen, Streckengrip und auch von deinem persoenlichen Fahrstil ab.
| Setup | SENSI | BRAKE | ANTIS | CURVE | FADE | PWM_F |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1/32 ausgewogen | 28-35% | 90-95% | 40-90 ms | 40-50% | 0-6% | 4.0 kHz |
| 1/32 wenig Grip | 22-30% | 90-95% | 100-150 ms | 30-45% | 5-12% | 4.0 kHz |
| 1/24 ausgewogen | 35-45% | 95-100% | 0-30 ms | 50-60% | 0-5% | 4.0 kHz |
| 1/24 viel Grip | 40-50% | 95-100% | 0-15 ms | 55-70% | 0-3% | 4.0 kHz |
Fuer die ersten Tests Rel.Brems auf OFF lassen. QUICK oder DRAG erst aktivieren, wenn das Grundsetup fuer Gas und Bremse schon passt.
Von CarSteen/ACD-Begriffen zu ESPEED32
| Alter Begriff | ESPEED32-Entsprechung | Praktischer Effekt |
|---|---|---|
| Attack | SENSI | Wie hart das Auto bei der ersten Triggerbewegung anspricht. |
| Choke / Choke2 | LIMIT + ANTIS | Begrenzt das Top-Ende und bestimmt, wie weich die Leistung aufgebaut wird. |
| Profile | CURVE | Form der Trigger-Kennlinie (frueh oder spaet aggressiv). |
| Brake | BRAKE + BREMSE+ | Grundbremse zusammen mit Tastenbremse und Release-Bremse im eigenen Untermenue. |
Typisches "weich und kontrolliert" Startsetup aus aelteren Guides: probiere etwa SENSI 40, ANTIS 130 ms, CURVE 30 und arbeite dich von dort weiter.
FADE in der Praxis
FADEerzeugt ganz am Anfang des Triggerwegs eine sanfte0 -> SENSI-Rampe.FADE = 0%schaltet es aus und behaelt das alte direkte Ansprechverhalten.- Probiere
5-15%, wenn das Auto genau beim Einsetzen von SENSI zu hart anspricht. FADEist praktisch ein zusaetzlicher erster Punkt in der Grafik: nur der unterste Bereich wird geaendert, waehrendCURVEden Rest formt.
Hinweis zur Linearitaet
LIMIT: lineare Begrenzung des angeforderten Outputs in %. Die reale Endgeschwindigkeit auf der Bahn ist nicht perfekt linear.BRAKE: linearer Brems/Drag-Befehl in %. Das reale Bremsgefuehl haengt von Motor, Reifen und Streckengrip ab.SENSI: linearer Mindest-Output in %, aber kein linearer Gain-Regler ueber den ganzen Triggerweg, weilCURVEden Rest formt.FADE: linear in % des Triggerwegs. Es wirkt nur ganz unten und uebergibt danach anCURVE.ANTIS: ist hauptsaechlich eine Zeitvorgabe in ms und kein reiner Delay. Wenn Anti-Spin aktiv ist, ergibt ein hoeherer Wert eine laengere/weichere Rampe, aber das Gesamtgefuehl ist nicht perfekt linear, weil sich auch die Low-Speed-Bypass-Schwelle mitveraendert.
CURVE-Beispiele
Diese Grafiken zeigen zuerst die Kennlinienform selbst, bevor es um PWM-Frequenz und Duty-Begrenzung geht.
LIMIT in der Praxis
LIMIT 100erlaubt dem Controller, vollen Duty zu erreichen, wenn Trigger und Kurve das verlangen.LIMIT 70begrenzt den maximalen Duty auf etwa 70%, selbst bei vollem Trigger.
PWM_F in der Praxis
PWM_Faendert, wie oft der Ausgang schaltet, nicht den angeforderten Duty selbst.- Mit
LIMIT 100kann Teillast weiterhin mit Teil-Duty laufen. MitLIMIT 70endet Vollgas am Trigger bei etwa 70% Duty. - Bei gleichem Duty nutzt
1 kHzweniger und breitere Pulse, waehrend5 kHzmehr und schmalere Pulse im selben Zeitfenster nutzt.
Szenario 1: Teillast unter LIMIT 100
Vergleiche diese beiden Bilder horizontal. Beide zeigen dasselbe effektive Niveau, also 50% Duty. Der Unterschied ist nur die Pulsdichte. Die gestrichelte Linie markiert das mittlere oder effektive Niveau.
1 kHz weniger und breitere Pulse, waehrend 5 kHz mehr und schmalere Pulse im selben Zeitfenster nutzt.Szenario 2: Volltrigger unter LIMIT 70
Vergleiche auch diese beiden Bilder horizontal. Beide zeigen Volltrigger, aber LIMIT 70 haelt das effektive Niveau bei 70% Duty. Auch hier markiert die gestrichelte Linie das mittlere oder effektive Niveau.
PWM_F aendert, wie oft Pulse kommen, nicht das LIMIT selbst.6. SETTINGS, POWER und geschaetzter Stromverbrauch
SETTINGS sammelt globale Systemoptionen, die nicht an ein einzelnes Fahrzeugprofil gebunden sind.
POWER-Untermenue
SCRSV: Screensaver Text, Timeout, Sofort-Anzeige.SLEEP: Auto-Sleep + manueller Sleep (Wake ueber Encoder-Knopf).DEEP SLEEP: Auto Deep Sleep (0 oder 2-30 min) + manuell.STARTUP: Startverzoegerung 0-990 ms.VIN CAL.: echte Bahnspannung mit Multimeter messen, diesen Wert am Controller einstellen und zur ADC-Kalibrierung bestaetigen. Nur benutzen, wenn die VIN-Anzeige merklich danebenliegt.
SETTINGS-Hauptebene
HARDWARE: Encoder-Richtung, externe Pot-Overrides, Trigger-Sensor-Info/Override und Selbsttest.STATS: zeigt oder versteckt den STATS-Eintrag im Hauptmenue. Standard AUS.WIFI: Hintergrund-WiFi, Infoseite, QR-Code und WiFi-Auto-Aus.LOGGING: lokale Telemetrie-Aufzeichnung mit Start/Stopp und eigenem Auto-Aus (Standard 30 min).SPERRE: Einstellungssperre konfigurieren — SPERRE im Hauptmenue aktivieren (Standard AUS), Dauer des Bremstastenkuerzels festlegen (AUS oder 1–10 s, Standard 5 s) und waehlen, ob dasLOCKED/UNLOCKED-Bestaetigungs-Popup gezeigt wird.
HARDWARE-Untermenue
ENC INV: Encoder-Richtung global umkehren, falls sich das Menue verkehrt anfuehlt.EXT POT:POT 1undPOT 2als Live-Override fuerAUS,BREMSEoderSENSIzuweisen.TRIGGER: zeigt Sensorfamilie und aktiven Typ. InTLE493D-Builds laesst sichTYPEauch zwischenAUTO,W2B6,W2B6_A0undP3B6umschalten.PWM MAX: globales Maximum fuerPWM_F. Waehle 5, 10 oder 20 kHz. Wenn du ihn senkst, werden alle Fahrzeugprofile auf diese Obergrenze begrenzt.TEST: startet den 9-Schritt-Selbsttest fuer OLED, Taster, Trigger und Ausgaenge.
Geschaetzter Stromverbrauch (Controller-Elektronik)
| Zustand | Schaetzung | Hinweis |
|---|---|---|
| Start | 120 mA | Kurze Boot-Phase. |
| Normalbetrieb | 100 mA | Typischer Betrieb ohne WiFi. |
| WiFi aktiv | 150 mA | AP-Modus + Webserver. |
| Screensaver | 80 mA | Niedrige Aktivitaet. |
| SLEEP (soft) | 55 mA (geschaetzt) | OLED aus, CPU 80 MHz, Motor-Task pausiert. |
| DEEP SLEEP | 10 mA (geschaetzt) | Nahezu aus, Wake per Power-Cycle. |
Schaetzwerte, abhaengig von Versorgungsspannung, Hardware und Messaufbau. Motorlast des Fahrzeugs ist nicht enthalten. Die Werte hier wurden auf der 5-V-Seite hinter dem Step-Down-Wandler gemessen. Wenn du stattdessen auf der 12-V-Seite misst, ist der Stromwert anders und nicht direkt vergleichbar, siehe Zusammenhang zwischen Spannung und Strom (U = R * I).
Interner Akku (optional)
Einige Hardware-Varianten koennen einen kleinen 1-Zellen-Lithium-Akku fuer Einstellungen ohne angeschlossene Bahn haben. Er laedt, wenn der Controller ueber die Bahn oder ueber USB versorgt wird. Dieser Akku ist fuer Menueaenderungen, Vorbereitung vor dem Lauf, Spurwechsel oder zum Vermeiden von Startverzoegerung gedacht, falls die Bahn noch nicht eingeschaltet ist. Er ist nicht fuer langen Standalone-Betrieb vorgesehen.
Die Laufzeit unten bedeutet Nutzung des Controllers ohne angeschlossene Bahn. Der Ladestrom kann je nach Ladequelle und Hardware variieren, aber wenn die reale Ladung nahe 200 mA liegt und der Controller rund 100 mA zieht, ist die Laufzeit ohne Bahn oft grob doppelt so lang wie die Ladezeit. Die reale Lithium-Ladezeit liegt trotzdem meist etwas ueber der einfachen Rechnung, weil die letzte Ladephase in Richtung voll langsamer wird.
| Akku | Typische Ladezeit | Typische Laufzeit ohne Bahn |
|---|---|---|
| 1S Li-ion/LiPo 250 mAh | ca. 1.4-1.8 Stunden | ca. 2.0-2.5 Stunden |
| 1S Li-ion/LiPo 500 mAh | ca. 2.8-3.6 Stunden | ca. 4.0-5.0 Stunden |
7. Fahrtipps
- Immer nur einen Parameter aendern und dann 5-10 Runden testen.
- Empfohlene Reihenfolge:
SENSI,FADE,BRAKE,ANTIS,CURVE,PWM_F. - 1/32 auf rutschiger Bahn: hoeheres
ANTIS(100-150 ms),CURVE< 50. - 1/24 mit gutem Grip: niedrigeres
ANTIS(0-40 ms),CURVE50-70. BREMSE+ -> Alt.Bremsals temporaeres Kurvenwerkzeug nutzen, statt BRAKE-Grundwert laufend zu aendern.BREMSE+ -> Rel.Brems QUICKmit kleiner Zone (5-12%) und mittlerer Stufe (40-70%) fuer klarere fruehe Bremsung.DRAGum 20-50% probieren, wenn Release-Hilfe ohne Null-Output-Zone gewuenscht ist.- Wenn das Auto genau beim ersten wirksamen Triggerweg zu hart anschlaegt, lass
SENSIstehen und probiere erst etwasFADE.
8. Logging, WiFi/USB Backup, Restore und OTA
Logging
SETTINGS -> LOGGINGoeffnen.START NOW/STOP NOW: startet oder stoppt lokale Telemetrie-Aufzeichnung sofort.AUTO OFF: Timeout fuer Logging setzen (1-120 min, Standard 30 min).- Logging selbst braucht kein WiFi. Du kannst WiFi aus lassen und spaeter USB/WebSerial nutzen, oder WiFi separat fuer Live-Webansicht starten.
- Wenn WiFi beim Start des Loggings bereits aktiv ist, bleibt WiFi waehrend des Loggings an.
WiFi
SETTINGS -> WIFIoeffnen, um ins WiFi-Untermenue zu gehen.START WIFI/STOP WIFI: startet oder stoppt Hintergrund-WiFi sofort.MODE: wechselt zwischenAPundCLIENT.INFO PAGE: oeffnet die WiFi-Seite direkt und startet WiFi automatisch. Beim Verlassen der Info-Seite wird WiFi wieder gestoppt (ausser wenn vorher Hintergrundmodus gestartet wurde).- Im
AP-Modus hostet der ControllerESPEED32_XXXXmit Passwortespeed32.QR CODEist nur imAP-Modus verfuegbar. - Im
CLIENT-Modus musst du zuerst WiFi-SSID und Passwort imAdvanced Config Editor -> Networkeintragen. Client-Modus nutzt DHCP vom Router/Netzwerk und zeigt keinen QR-Code. - Wenn die Client-Verbindung fehlschlaegt, faellt der Controller automatisch auf
APzurueck, damit du wieder hineinkommst und die Einstellungen korrigieren kannst. AUTO OFF: Timeout fuer Hintergrund-WiFi einstellen (1-120 min, Standard 10 min).- Die auf dem OLED angezeigte IP im Browser oeffnen. Im
AP-Modus ist das typischerweise192.168.4.1. ImCLIENT-Modus ist es die vom Router vergebene DHCP-Adresse. - Die erste Seite ist die oeffentliche Controller-Startseite. Empfindliche Werkzeuge wie
Controller Panel,Backup,Restore, Telemetrie, OTA undAdvanced Config Editorsind durch Controller-Login geschuetzt. - Standard-Login des Controllers ist Benutzername
espeed32und Passwortespeed32. Der aktuelle Login wird auch auf der WiFi-Infoseite des Controllers angezeigt. - Backup-Dateien exportieren weder Client-WiFi-Passwort noch Controller-Login-Passwort. Restore behaelt die lokalen WiFi/Login-Daten, die bereits auf diesem Controller gespeichert sind.
WiFi erhoeht den Strombedarf der Controller-Elektronik von etwa 100 mA auf etwa 150 mA, also um rund 50%. Bei Geraeten mit Akku WiFi bitte sparsam nutzen und danach wieder abschalten.
Statuszeile bei aktivem WiFi: WIFI nutzt zuerst einen leeren Slot; wenn keiner frei ist, wird Slot 4 temporaer als WIFI angezeigt, bis WiFi stoppt.
Advanced Config Editor
- Zum Browser-Portal gehoert auch ein
Advanced Config Editorfuer Live-Aenderungen am Setup. Global Configbearbeitet globale Controller-Einstellungen.Car Paramsbearbeitet das ausgewaehlte Fahrzeugprofil.- Unter
Global Configkannst du auch Client-WiFi-SSID/Passwort und das Controller-Login-Passwort setzen. - In
Car Paramskannst du jedes Profil direkt ueber die Auswahlliste laden und bearbeiten, auch wenn auf dem Controller gerade ein anderes Profil aktiv ist. Refresh from deviceliest die aktuellen Werte neu vom Controller ein.Apply (RAM only)erlaubt Live-Tests ohne sofort in den Flash zu schreiben. Das ist ideal fuer Brems-, Gas-, Anti-Spin-, Curve-, Fade- oder Release-Brems-Aenderungen auf der Bahn.Apply + Save to flashspeichert dieselben Werte dauerhaft, sobald der Live-Test passt.- Auf der WiFi-Seite des Controllers funktioniert der Editor direkt im Browser ueber WiFi. Auf
espeed32.combraucht derselbe Editor stattdessen USB/WebSerial.
Car Params mit Profilauswahl und live editierbaren Fahrzeugeinstellungen. Die Editor-Oberflaeche ist hier auf Englisch gezeigt, der Ablauf ist aber in allen Handbuechern derselbe.USB
SETTINGS -> USB INFOoeffnen.- Chrome/Edge nutzen (WebSerial).
- Backup/Restore geht ueber USB, OTA nur im WiFi-Modus.
- Automatisches OTA als Paar installiert die offizielle Standard-Release-Kombination mit der Standard-
TLE493D-Firmware. - Wenn dein Controller eine andere Trigger-Sensorfamilie verwendet, lade die passende sensor-spezifische Firmware manuell zusammen mit der SPIFFS-Datei derselben Release hoch.
- Unter Windows bedeutet
flash_all.shnormalerweise Git Bash oder WSL. Arduino IDE kann den Sketch trotzdem hochladen, aber die Sensorfamilie bleibt eine Compile-Time-Auswahl.
Waehrend OTA niemals die Stromversorgung trennen.
9. Menuebaum (vollstaendige Uebersicht)
ROOT (Main Menu) |- BRAKE |- SENSI |- ANTIS |- CURVE (graph view) |- FADE (Grafikansicht, ERWEITERT=EIN) |- PWM_F (ERWEITERT=EIN) |- BREMSE+ (ERWEITERT=EIN) | |- Alt.Brems (%) | |- Rel.Brems (OFF/QUICK/DRAG) | |- Zone (%) [nur QUICK] | |- Quick (%) [QUICK-Modus] | |- Drag (%) [DRAG-Modus] | `- Back |- LIMIT |- SETTINGS | |- POWER | | |- SCRSV | | | |- NOW | | | |- LINE1 | | | |- LINE2 | | | |- TIME (0-240 s, 0=OFF) | | | `- BACK | | |- SLEEP | | | |- SLEEP NOW | | | |- INTERVAL (0-10 min, 0=OFF) | | | `- BACK | | |- DEEP SLEEP | | | |- SLEEP NOW (power-off) | | | |- INTERVAL (0 or 2-30 min) | | | `- BACK | | |- STARTUP (0-99 x 10ms) | | |- VIN CAL. | | `- BACK | |- DISPLAY | | |- RACE MODE (OFF/FULL/SIMPLE) | | |- LANGUAGE (NOR/ENG/CS/ACD/ESP/DEU/ITA/NLD/POR) | | |- CASE (UPPER/Pascal) | | |- FONT SIZE (LARGE/small) | | |- ERWEITERT (AUS/EIN) | | |- SCHRITTE | | | |- ANTISPIN | | | | |- REG.TYP (MS / % / TEXT, Standard MS) | | | | |- SCHR MS (1-50 ms, Standard 5) [ausgeblendet im TEXT-Modus] | | | | |- SCHR % (1-100 %, Standard 1) [nur im %-Modus sichtbar] | | | | `- ZURUCK | | | |- BRK SCHRITT (0,1-50,0 %, Standard 1,0%) | | | |- SEN SCHRITT (0,1-5,0 % in 0,1%-Schritten, Standard 1,0%) | | | `- ZURUCK | | |- STATUS BAR | | | |- SLOT 1 | | | |- SLOT 2 | | | |- SLOT 3 | | | |- SLOT 4 | | | `- BACK | | `- BACK | |- SOUND | | |- BOOT (ON/OFF) | | |- RACE (ON/OFF) | | `- BACK | |- HARDWARE | | |- ENC INV (ON/OFF) | | |- EXT POT | | | |- POT 1 (AUS/BREMSE/SENSI) | | | |- POT 2 (AUS/BREMSE/SENSI) | | | `- BACK | | |- TRIGGER | | | |- FAMILIE | | | |- AKTIV | | | |- TYPE (AUTO/W2B6/W2B6_A0/P3B6) [nur TLE493D] | | | `- BACK | | |- PWM MAX (5/10/20 kHz) | | |- TEST (Self-Test, 9 steps) | | `- BACK | |- STATS (AUS/EIN, Standard AUS) | |- WIFI | | |- START/STOP WIFI | | |- MODE | | |- INFO PAGE | | |- QR CODE [nur AP] | | |- AUTO OFF (1-120 min, default 10) | | `- BACK | |- LOGGING | | |- START/STOP NOW | | |- AUTO OFF (1-120 min, default 30) | | `- BACK | |- SPERRE | | |- MENUPUNKT (AUS/EIN, Standard AUS) | | |- KUERZEL (AUS / 1-10 s, Standard 5 s) | | |- BESTAET (AUS/EIN, Standard AUS) | | `- ZURUCK | |- USB INFO | |- RESET | | |- CAR | | |- SETTINGS | | |- CALIBRATION | | |- EVERYTHING | | `- BACK | |- ABOUT | `- BACK |- STATS [wenn aktiviert] |- SPERRE [wenn aktiviert] `- CAR |- SELECT |- RENAME |- RACESWP (grid car select ON/OFF) |- COPY |- RESET `- BACK